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> Billig telefonieren mit JAJAH
fallschirm2005
Beitrag Oct 10 2006, 10:55 AM
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Telekommunikation - Zwei Österreicher und ihre neue Masche

Billig um die Welt telefonieren

Das System ist einfach: Übers Internet gibt man die eigene und die
anzurufende Nummer an, kurz darauf klingelt's bei beiden - zum
Billigtarif.

Von Wolfram Kroeber

Unter www.Jajah.com kann man

sich zum Billigtelefonieren anmelden.

Die Bedienung ist einfach

und wird Schritt für Schritt

erklärt.

Zwei junge Burschen aus Österreich sind der neue Schrecken aller
Telefongesellschaften. Roman Scharf und Daniel Mattes lassen die
Menschheit übers Internet telefonieren - ganz billig, unter Umständen
auch umsonst. Gibt's schon? Mit Skype? Aber sicher. Doch wollen Sie
mit Kopfhörer und Mikrofon, neudeutsch Headset, vor dem
eingeschalteten Computer mit der Tante in Amerika debattieren?
Womöglich hat die Tante gar keinen Computer. Oder Sie mögen keine
Headsets. Aber ein normales Telefon haben beide, eventuell auch ein
Handy. Dann geht's mit dem Telekom-Killer der Herren Scharf und
Mattes. Er heißt Jajah.

Mit Jajah kann der Mensch vom Festnetz für zwei Cent die Minute nach
Boston, Peking, Sydney oder auch Bochum telefonieren. Mit dem Handy
kostet dasselbe 15 Cent. Beides ist schwer zu toppen. Von Handy zu
Handy kostet es 28 Cent.

So funktioniert Jajah. Erster Fall: Sie haben ein Festnetztelefon.
Dann müssen Sie allerdings einen eingeschalteten Computer vor sich
haben, mit Internet-Anschluss, normales Modem reicht, schnelles DSL
nicht nötig. Man ruft die Internet-Seite www.Jajah.com auf. Das reicht
zum Testen. Später ist eine kostenlose, kinderleichte Registrierung
mit Ihrer E-Mail-Adresse angesagt. Auf Jajah.com tippen Sie ihre
eigene Telefonummer ein sowie die des Anzurufenden, sagen wir Tante
Maja in Boston. Dann klicken Sie auf den grünen "Call"-Button, und in
wenigen Sekunden wird Ihr eigenes Telefon ebenso klingeln wie das von
Tante Maja, egal, ob Handy oder Festnetz. Sie nehmen ab und reden mit
Tante Maja.

Und: Sie haben auf Ihrem Computer auch keinerlei Software installieren
müssen oder irgendwelche Einstellungen vorgenommen. Erwähnter Computer
wird auch nur für den Verbindungsaufbau gebraucht, für die
erfolgreiche Verbindung selbst nicht mehr. Man könnte ihn ausschalten.

Überhaupt kein Computer ist nötig, wenn Tante Maja per Handy erreicht
werden soll. Und das ist ganz neu bei Jajah, einer Firma, die Ende
2004 ihre Geschäfte aufnahm. Doch davon später.

Damit es mit dem Handy klappt, muss es entweder das
Symbian-Betriebssystem haben oder Java-fähig sein. Das sind viele der
neueren Geräte. Und es muss für den Zugang zum Internet eingerichtet
sein. Dann kann sich jeder registrierte Benutzer von der
Jajah-Webseite ein kleines Programm für die Jajah-Mobiltelefonie aufs
Handy schicken lassen - und es funktioniert. Man ruft das installierte
Programm auf seinem Handy auf, gibt eine Ziel-Telefonnummer ein - und
wird verbunden.

Das war der zweite Fall der Jajah-Telefonie für den Alltagsgebrauch.
Das dritte Szenario kostet sogar nichts. Tante Maja in Boston lebt ja
womöglich doch nicht ganz hinterm Mond und hat sehr wohl einen
Computer mit Internetzugang. Und ist Manns genug, sich bei Jajah zu
registrieren. Dann können Sie mit dem Tantchen umsonst parlieren. SMS
verschicken kann man mit Jajah im Übrigen auch, ebenso
Telefonie-Konferenzschaltungen realisieren; auch Verbindungen zu einem
vorher bestimmten Zeitpunkt herstellen; und das Grauen für Ihren
bisherigen Telefonanbieter ist komplett.

Schuld daran sind die beiden Jajah-Gründer aus Wien, Scharf und
Mattes. Aber die haben ihre Wirkungsstätte schon seit einiger Zeit
nicht mehr in der Alpenrepublik, sondern im Silicon Valley in
Kalifornien. Ihr erstes Büro dort war jenes, das einst die Begründer
der Mega-Suchmaschine Google hatten, Larry Page und Sergey Brin. Welch
vielversprechendes Omen! Und Geld, man spricht von zunächst drei
Millionen Dollar, kommt von der Firma Sequoia Capital. Die haben mal
Google geholfen und Yahoo und Apple . . .

Vielleicht sollten wir schon mal alle üben, wie man Jajah ausspricht -
nämlich Dschadscha. Der Telekom und all den anderen könnte das bald
schmerzvoll in den Ohren klingen.

erschienen am 10. Oktober 2006

Vollständige Url des Artikels: http://www.abendblatt.de./daten/2006/10/10/622389.html

© Hamburger Abendblatt
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SimoneB
Beitrag Oct 10 2006, 09:40 PM
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So etwas ähnliches gibt es auch unter www.peterzahlt.de. Hier muß allerdings der PC anbleiben, weil nebenbei auf dem Bildschirm Werbung angezeigt wird. Dafür ist das Gespräch aber auch umsonst.
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