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> Ist die Studentische studentische Solidarität gestorben?, Diskussion über Geldangebote für Hilfen, Unterlagen und Hausarbeiten
Ist die studentische Solidarität gestorben?
Würde gerne wissen, wie Ihr das seht: sind die Geldangebote für Hilfen, etc. ein Zeichen für die geringe studentische Solidarität in unseren Studiengängen?
Ja - der These könnte ich zustimmen [ 17 ] ** [58.62%]
Nein - das finde ich nicht [ 10 ] ** [34.48%]
Hab mir noch nie Gedanken darüber gemacht und will das auch jetzt nicht - aber ich will hier irgendwas anklicken!!! [ 2 ] ** [6.90%]
Wenn ja: Woran liegt das?
Allgemeine Entwicklung [ 4 ] ** [13.79%]
Wer 500 Euro Studiengebühr bezahlen muss, kann auch noch Kohle für "Nachhilfe" ausgeben [ 4 ] ** [13.79%]
Schlechter werdender Zusammenhalt in der Studierendenschaft [ 16 ] ** [55.17%]
Andere Gründe (bitte gerne in einem Posting erklären) [ 5 ] ** [17.24%]
Abstimmungen insgesamt: 58
Gäste können nicht abstimmen 
klausbärbel
Beitrag Jul 3 2007, 09:32 PM
Beitragslink: #1





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So langsam finde ich diese Angebote bezüglich Belohnungen für "Nachhilfen" echt merkwürdig.
Der eine will Mitschriften gegen Belohnung einsehen, der andere will Hilfe bei der Hausarbeit erkaufen - wieder andere wollen fertige Hausarbeiten erkaufen nur, um daraus Abschreiben oder irgendwie Bestehen zu können.

Ich stelle mir wirklich die Frage, was das für einen Zweck haben soll!
Wenn man wirklich ernsthaft versucht, ein Studium wie dieses hier zu bestehen, dann sollte man sich doch eher einmal selber kritisch hinterfragen, warum man durch Klausuren oder Hausarbeiten durchgefallen ist.
Das ist zumindest die nachhaltigere Konsequenz, aus der man auch später in der Arbeitswelt noch Vorteile ziehen kann - also aus der Fähigkeit, sich selber reflektieren zu können.

Oder ist diese Entwicklung der stiegenden Gebote eine Konsequenz aus einem wirklich drastisch gesunkenen Kollektivgefühl in der Studierendenschaft? Mehr "Ellenbogen"-Gesellschaft?

Vielleicht ist es sogar ein Ausdruck der Tatsache, dass wegen der Studiengebühren sowieso nur noch reiche Leute studieren können und sie mit solchen Angeboten Ihrer Dekadenz Ausdruck verleihen wollen!?

Meine persönliche Erfahrung mit solchen Angeboten (neben den Angeboten hier im Forum):
vor einiger Zeit erhielt ich nach einer Präsentation meiner Hausarbeit eine Mail mit dem Angebot, dass man mir meine Hausarbeit abkaufen will. Der Preis war jedenfalls höher als eine Tafel Schokolade ...
Ich habe natürlich meine Hausarbeit weiter gegeben - jedoch ohne die "Belohnung" zu kassieren.

Würde mich über eine interessante Diskussion zu diesem Thema hier freuen.

Beste Grüße,
KlausBärbel

Der Beitrag wurde bearbeitet von klausbärbel - Jul 3 2007, 09:33 PM Uhr.
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Spedrum
Beitrag Jul 4 2007, 06:02 AM
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Ja, ich würde deine These als solche auch bestätigen. Allerdings hat die geringe Solidarität meines Erachtens unterschiedliche Gründe:

1. Egoismus: viele Eigenbrödler tüfteln sich ihre Hausarbeit aus und wollen das Ergebnis nicht mit anderen Teilen.
2. Erfahrung: Ich selbst habe im Laufe meines Studiums immer wieder die Erfahrungen gemacht, dass immer wieder dieselben Personen (meist mit guten und sehr guten Leistungen) dazu aufgefordert werden (von Studenten mit zumeist eher schlechten Leistungen) ihre Arbeitsergebnisse zu teilen. Es kommt von wenigen nur selten, aber in der Regel NIE ein Rücklauf.
3. Das Ergebnis: Wenn ich mit Stolz und viel Schweiß eine SOMA 6/7-HA geschrieben habe und dafür auch noch eine gute Note bekommen habe, dann hagelt es sofort Emails mit Bitten um Zusendung der HA. Studenten die schlichtweg zu faul sind sich in ein komplexes Thema einzuarbeiten, wollen von der eigenen Leistung profitieren und sich so ihren Abschluss erschleichen. Auf das eine einzelne HA ( z.B. Soma) bezogen, wäre das vielleicht nicht das große Problem, wenn aber von immer denselben Personen diese Anfragen kommen (für Klausurenvorbereitungen, HAs, Präsentationen etc.) dann erkennt man schnell, wer den einfachen Weg gehen will.

Mein Fazit: Die Solidarität hat abgenommen - aber zu recht. Und unter den Voraussetzungen der Punkte 2. und 3. wird diese Solidarität auch nicht entstehen können.

mfg
Spedrum


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aka Marko Zschätzsch

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Ninety
Beitrag Jul 4 2007, 08:07 AM
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Für mich ist der Hauptgrund der mangelnde Zusammenhalt. Es geht ja schon bei kleinen Dingen los. Jemand fragt, ob ihm jemand mit dem Unterrichtsstoff oder einer Eingrenzung weiter helfen kann, da es ihm nicht möglich war die Vorlesung zu besuchen. (z.B. bei einer Altlast) Das ist in meinen Augen eine Bitte, die von keinem eine eigene Leistung abverlangt. Aber: Antworten = 0! (oder: Da hättest du mal die Vorlesung besuchen sollen) Weiter fragt man in der Klausurvorbereitung, ob jemand bei einer Aufgabe helfen kann, natürlich nicht, ohne eigene Lösungen bereit zustellen. Atworten = 0. (Und wenn man jemanden persönlich anspricht bekommt man nur unklare Aussagen, weil er eigentlich gar nichts sagen will. Schließlich könnte der dann ja besser sein...) Somit fangen die Leute an Geld dafür zu bieten. Das finde ich schon traurig, zumal es in solchen Fällen ja auch nicht darum geht sich das Leben leichter zu machen. Man hat eben ein Problem und macht das naheliegenste, was einem einfällt. Ich frage meine Mitstudenten.
Klar ist es nervig, wenn immer die selben Leute ankommen und nur HABEN wollen, aber die Schnorrer wird es immer geben. Man könnte ja auch eine private Nachricht schreiben, wenn man nicht will, dass alle die Antwort lesen können, aber auch das ist wahrscheinlich eher die Ausnahme.
Das Thema Hausarbeiten ist vielleicht noch ein anderer Schnack, aber im Großen und Ganzen finde ich schon, dass das Helfen untereinander rapide abgenommen hat. Und leider glaube ich auch nicht, dass sich das wieder ändern wird. Traurig aber wahr....
So und jetzt gehts zur Klausur! 17.gif (Und an dieser Stelle Danke an die 3 Leute, mit denen ich mich AUSTAUSCHEN durfte) wink.gif


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Natürlich hat Gott den Mann zuerst erschaffen. Ein Künstler macht ja auch erst eine Skizze, bevor er das Meisterwerk erschafft ;)
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Lazo
Beitrag Jul 6 2007, 10:08 PM
Beitragslink: #4





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Diese Diskussion sollte eigentlich viel früher gestartet werden. Mit früher meine ich so vor etwa 4 Semester.

"Ellenbogen"-Gesellschaft??????? Das passt ja zu unserem Studiengang. Also ich sehe wenig Kollektivgefühl unter den studierenden.

Ich habe mir schon seit längerem davon abgewöhnt jemanden irgendetwas , was Vorlesungsinhalte angeht zu fragen. Da mache ich mich lieber von Büchern oder Internet schlau, als jemanden zu fragen der mir sowieso keine Antwort geben würde und sich dabei hochintelligent fühlt. Natürlich die Angst auch mit sich trägt das ich vielleicht besser in einer Klausur abschneide würde als er.

Ich habe während meines Studiums schon viele Sprüche gehört. Hinterhältige Aktionen mitbekommen und und und……..könnte ein Buch davon schreiben.

Ich denke mal dass man für sich das beste Rausholen sollte und sein Studium schnell beenden müsste, ohne sich auf jemanden verlassen zu müssen.
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BG78
Beitrag Jul 7 2007, 02:54 PM
Beitragslink: #5





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Hab die Kommentare der anderen Studenten gelesen und will auch mein Kommentar dazu abgeben!

In unserem Studiengang (TBWL) gibt es viele Opportunisten! Ich denke mal in AIM ist es genauso. Wenn Sie was fürs Studium brauchen dann melden sie sich bei dir und wollen z.B Mitschriften haben oder gelöste Klausuren und und und. Wenn Sie nix brauchen melden sie sich nicht bei dir! Diese Kommilitonen nutzen einfach nur einen aus ! Also ich bin einer der vielen Leuten Unterlagen gegeben hat . Aber hab selten was von anderen Studenten bekommen. Aber leider habe ich das zu spät bemerkt das die meisten einen nur ausnutzen! Bestes Beispiel ist Hakan P.

Noch was: ich hab einen Kollegen der studiert Maschinenbau an der HAW. Er meinte dort sind fast alle Studenten korrekt drauf und sind keine Egoisten bzw. Opportunisten. Das zeigt mir nur das in unserem Studiengang + AIM viele charakterlose Menschen es gibt! smiley_mini042.gif

mfg BG 78

Der Beitrag wurde bearbeitet von BG78 - Jul 9 2007, 07:01 PM Uhr.
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DonDaniele
Beitrag Jul 7 2007, 09:26 PM
Beitragslink: #6





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Muss mal auch was loswerden, auf die Gefahr, dass ich was von den jüngeren Semestern auf den Deckel bekomme, die letzten Semester werden immer unkollegialer, kaum ehrlicher Zusammenhalt.
Das man Nachhilfe für Geld gibt ist normal finde ich, und meinetwegen auch, dass jemand für Unterlagen zahlen möchte.
Aber es gibt viel üblere Leute bei uns, ich finde, dass wir Studenten zusammenhalten sollten, besonders, wenn es um Informationen geht, die, ich möchte mal sagen sehr unterstützend sind um eine Klausur zu bestehen.
Es kann doch nicht sein, dass jeder diese Info will, aber , wenn einer dies nun nicht mitbekommt sofort zum Prüfungsausschuss oder was auch immer läuft um die anderen Studenten zu verpfeiffen.
Zum andern denke ich, dass das Wichtigste ist, dass man später, also auch nach dem Studium weiß, woher man Informationen bekommt.
Ein weiser Mann hat einmal gesagt, verlangen dass man alles, was man je gelesen hat noch weiß, wäre genau so, als ob man alles, was man jemals gegessen hat noch bei sich trüge.
Also, lasst den Informationsfluss laufen, aber entlohnt auch die hart arbeitenden dafür, sei es mit anderen unterlagen, oder Kohle, oder einfach nur ein Capuccino



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Der Tod lächelt ein Mann täglich an, doch alles was ein Mann machen kann ist zurücklächeln
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Arash
Beitrag Sep 20 2007, 03:33 PM
Beitragslink: #7





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Der Beitrag wurde bearbeitet von Arash - Sep 30 2007, 07:54 PM Uhr.
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